MEIN WEG MIT LIPÖDEM
Lipödem begleitet mich bereits seit meiner Pubertät.
Die Diagnose bekam ich jedoch erst 2017 – spät und zu einem Zeitpunkt, an dem die Erkrankung bereits weit fortgeschritten war. Eine Erfahrung, die leider viele Betroffene teilen.
Endlich einen Namen für das zu haben, was meinen Körper und meinen Alltag über Jahre begleitet hatte, war wichtig. Gleichzeitig wurde mir bewusst, wie wenig über Lipödem bekannt war und wie schwierig es für Betroffene sein konnte, verlässliche Informationen, Unterstützung und die richtige Versorgung zu finden.
Ich wollte deshalb nicht nur für mich selbst Antworten finden.
Ich wollte etwas bewirken. Aufklären. Unterstützen.
Und dazu beitragen, dass andere Frauen vielleicht früher verstehen, was mit ihrem Körper passiert.
2018 trat ich dem Vorstand von Lipödem Lëtzebuerg bei. In den folgenden Jahren war ich maßgeblich am Aufbau von Lipödem Lymphödem Lëtzebuerg a.s.b.l. beteiligt und durfte später als Präsidentin zahlreiche Projekte umsetzen, Betroffene begleiten, mit Fachpersonen ins Gespräch kommen und mich dafür einsetzen, Lipödem und Lymphödem in Luxemburg sichtbarer zu machen.