Ich kenne es schon mein Leben lang.
Ich knicke regelmäßig um.
Und trotzdem laufe ich einfach weiter.
Oft tut es nicht einmal wirklich weh.
Mein Knie springt regelmäßig nach hinten.
Für mich war das einfach normal.
Bis jetzt die Diagnose kam:
chronische Flexibilität bzw. Instabilität der Fußbänder.
Und selbst dort hieß es:
Eine OP könnte zwar helfen, aber vermutlich nicht dauerhaft.
Aber woher kommt das eigentlich?

Genau da bin ich auf ein Thema gestoßen, das mich nicht mehr loslässt:
den möglichen Zusammenhang zwischen Lipödem, Bindegewebe und Hypermobilität.
Denn viele Frauen mit Lipödem berichten über ähnliche Dinge:
- überbewegliche Gelenke
- häufiges Umknicken
- Instabilität
- Verspannungen
- das Gefühl, dass der Körper ständig kompensieren muss
Das nennt man Hypermobilität.
Und genau dieser Zusammenhang wird inzwischen auch wissenschaftlich zunehmend diskutiert.
Denn Lipödem betrifft wahrscheinlich nicht nur das Fettgewebe allein.
Auch das Bindegewebe, die Faszien, Gefäße und die sogenannte extrazelluläre Matrix könnten eine Rolle spielen.
Die extrazelluläre Matrix ist vereinfacht gesagt das „Stützgerüst“ unseres Gewebes. Dort befinden sich unter anderem Kollagen, elastische Fasern und wichtige Strukturen für Stabilität.
Studien beschreiben beim Lipödem Veränderungen im Unterhautfettgewebe und Bindegewebe. Auch Überschneidungen mit Hypermobilität werden mittlerweile untersucht.
Wichtig:
Das bedeutet NICHT, dass jede Lipödem-Betroffene hypermobil ist.
Und auch nicht, dass die Ursache bereits vollständig verstanden ist.
Aber vieles ergibt plötzlich Sinn.
Denn Menschen mit Hypermobilität sind oft nicht nur beweglicher, sondern gleichzeitig extrem verspannt.
Warum?
Weil der Körper häufig versucht, fehlende Stabilität über die Muskulatur auszugleichen.
Die Muskeln arbeiten dauerhaft mit, um Gelenke und Haltung zu stabilisieren.
Das kann zu:
- Verspannungen
- Erschöpfung
- Druckschmerzen
- Instabilitätsgefühl
- und Überlastung führen.
Und genau deshalb brauchen viele Betroffene oft nicht noch mehr Dehnung, sondern eher Stabilität, gezielten Muskelaufbau und kontrollierte Bewegung.
Das Thema wird noch weiter erforscht.
Aber der mögliche Zusammenhang zwischen Lipödem, Bindegewebe, Schmerzen und Hypermobilität verdient definitiv mehr Aufmerksamkeit.
Denn Lipödem ist oft deutlich komplexer als nur „mehr Fett an den Beinen“.
Knickst du auch ständig um? Mach mit bei meiner Umfrage:
Ich bin gespannt, wie viele sich darin wiedererkennen.
Knickst du regelmäßig um, hast sehr bewegliche Gelenke oder wurde bei dir sogar schon eine Hypermobilität bzw. Instabilität festgestellt?
Stimm gerne bei der Umfrage ab:
5 Kommentare zu „Lipödem und Hypermobilität: Chronisch instabile Bänder – kennt das noch jemand?“
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Ich habe Ehlers-Dunlos-Syndrom mit Hypermobilität (hEDS) – EDS ist eine genetische seltene Kollagenose – das Bindegewebe ist „fehlerhaft“. Lipödem ist eine von vielen Begleiterkrankungen.
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Hallo, vielen Dank für dein Kommentar. Ist es nicht eher, dass eine Begleitkrankheit von Lipödem ist?
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Ja, Hypermobilität wurde bei mir früher entdeckt als Lypödem. Besonders betroffen sind Beine und Ellbogen.
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Et as erschreckend wat alles drun hängt.
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Ohjo, an keng Opklärung do ass. Dass een dat no esou vill Joer einfach mol niewelaanscht gesot kritt, wat do nach alles drun hänkt.
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Die Bilder sind KI generiert.


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